Amazon steigt ins Musik-Streaming-Geschäft ein. Damit wird der ohnehin schon überfüllte Markt noch unübersichtlicher. Neben Apple, Google und Spotify will sich nun auch der Online-Versandhändler um die Gunst der Musikliebaber schlagen. Kein Wunder: Laut dem Digitalverband Bitkom nutzen allein in Deutschland 39 Prozent der Internetuser ab 14 Jahren Musik-Streaming-Dienste.

Eigentlich ist Amazon schon lange im Musikgeschäft mit dabei. Bereits im September 2007 startete Amazon in den USA den Musik-Downloadshop Amazon Music. Er funktionierte nicht anders als Apples iTunes-Store: Für 89 oder 99 US-Cent konnten einzelne Musiktitel heruntergeladen werden, ganze Alben kosteten zwischen 5,99 und 9,99 US-Dollar. Jetzt hat Amazon das Geschäftsmodell den Zeiten angepasst. Für 9,99 US-Dollar im Monat können zahlende Mitglieder von Amazon Music Unlimited sich Lieder und Alben kostenlos auf ihre Endgeräte herunterladen. Mitglieder von Prime, Amazons Premiumkonto, kriegen einen Rabatt: Sie müssen nur 7,99 US-Dollar monatlich zahlen.

Doch am wichtigsten für Amazon ist die Tandemnutzung des neuen Musik-Streaming-Dienstes mit dem smarten Lautsprecher „Echo” der auch bei der Kommunkation mit Amazons Sprachassisstentin Alexa hilft. Mittels „Echo” sollen Kunden direkt per Sprachbefehl über Amazon bestellen können und dank Amazon Music Unlimited Zugang zum Musik-Archiv erhalten. Eine nur über „Echo” zugängliche Variante des Musik-Streaming-Dienstes wird für nur 4,99 US-Dollar/Monat angeboten.

160802-musik-streaming-print

Musik-Streaming immer beliebter in Deutschland

Allein in Deutschland nutzen 39 Prozent der Internetnutzer Musik-Streaming-Dienste. Das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom. „Anbieter von Musik-Streaming sind inzwischen mehr als nur riesige Online-Plattenläden. Nutzer finden dort kuratierte Playlists, Konzerttickets ihrer Lieblingskünstler oder die Möglichkeit, Musik mit Freunden zu teilen“, sagt Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics & Digital Media.

Inzwischen ist Musik-Streaming die am schnellsten wachsende Einnahmequelle der Branche. Das zeigt der Global Music Report 2016. Weltweit ist der Umsatz mit Musik um 3,2 Prozent gestiegen. „Mindestens 70 Prozent der Einnahmen kostenpflichtiger Streaming-Dienste werden an die Rechteinhaber ausgeschüttet, etwa Labels, Verlage oder Verwertungsgesellschaften.“, sagt Lutter.

Musiker zeigen sich kritisch gegenüber Musik-Streaming

Trotz wachsender Umsatzzahlen zeigen sich Musiker wie Taylor Swift, Thom Yorke, Pete Townshend und Bob Seger besorgt. Sie sind gegen Musik-Streaming, darum findet man ihre Songs und Albend auf keiner Streaming-Plattform. Ihr Argument: Zu wenig von den Einnahmen aus dem Streaming-Geschäft kommt den Künstlern zugute. Auch verdienen kaum unbekannte Bands, die ihre Musik streamen. Alternativen bleiben Onlineseiten wie Bandcamp.com oder eigens eingerichtete Online-Shops. Eine Bezahlmethode, die schnell und einfach umzusetzen ist, ist ein Payment-Service wie das von infin. Auf jeder Seite kann unsere Payment-Maske schnell und einfach integriert werden.

Mit infin Payment können Fans für Lieder oder Alben mittels Telefonrechnung bezahlen. Es ist die schnelle und einfache Lösung für eine Indie-Band beispielsweise ihr Debütalbum selbst zu verkaufen und den größten Teil der Einnahmen zu behalten.