Es heißt, sie werden meistens in der Erotik-Branche eingesetzt. Beim Thema 0900 streiten sich die Geister: Mittel zur Abzocke oder zur Kundenpflege? Die Antwort hängt immer davon ab, wer die Nummer betreibt und wofür. 0900-Nummern sind wie das Internet: Jeder kann sie nutzen, jeder kann entscheiden, wie er sie nutzen möchten (mit einigen rechtlichen Einschränkungen) und der Erfolg hängt fast ausschließlich immer von sich selbst ab. Wir verraten Ihnen fünf Dinge, die Sie über 0900-Nummern wissen müssen, damit Sie a) nicht ins kalte Wasser springen müssen und b) eine 0900-Servicerufnummer sinnvoll einsetzen können. 

01. 0900 ist der Nachfolger der 0190

Seit 2010 gibt es die berüchtigten 0190-Nummern nicht mehr. Der Vorgänger der 0900 geriet aufgrund von Betrügereien in Verruf. Besonders in der Ära der Wählleitung wurden viele Bürger Opfer von auf ihren Rechnern illegal installierten  Premium-Rate-Dialern. Dadurch gaben sie Unsummen an Geld aus. Weil sie über  Dialer mit hohen Tarifen im Internet surften. Verwendung fand die 0190 auch noch in der Erotik-Branche. Wobei auch seriöse Firmen 0190-Nummern verwendeten, um Kunden mittels einer Hotline bei Fragen helfen zu können.

2. Die 0900 ist in vier Unterbereiche aufgeteilt

Weil eben 0900 nicht ausschließlich für Unterhaltungszwecke verwendet werden kann, wurde der Nummernkreis in verschiedene Kategorien aufgeteilt, um sie für verschiedene Zwecke einzusetzen. Die Aufteilung wird mittels Endungen durchgeführt: 1 für Informationen, 2 für Unterhaltung, 5 für sonstige Dienste und Erotik sowie 9 für Dialer.

3. Eine 0900 Nummer muss persönlich bei der Bundesnetzagentur beantragt werden

In Deutschland kann jeder eine 0900-Nummer bei der BNA beantragen. Das Antragsverfahren dauert in der Regel zwei Wochen. Die Einrichtung der Nummer wird allerdings von spezialisierten Firmen gemacht. Auch wir von infin richten 0900-Nummern ein und verwalten diese. Sowohl für Privatpersonen als auch für Firmen.

4. In Deutschland gibt es klare Einschränkungen für die Verwendung einer 0900-Nummer

Nicht mehr als 2,99 Euro pro Minute im deutschen Festnetz darf ein Anbieter verlangen. Auch darf ein Gespräch nicht teurer als 30 Euro sein und nach einer Stunde wird die Verbindung unterbrochen. Zudem dürfen Firmen ab 2018 pro Kunde nur bis zu 300 Euro verdienen. Dadurch sollen Verbraucher vor möglichen Betrugsfällen beschützt werden.

5. Opfer von 0900 Nummern haben mehrere Möglichkeiten, sich zu schützen

Wenn man den Verdacht hat, Opfer einer Betrugsmasche zu sein, dann hat man das Recht, die Bezahlung zu verweigern. Man sollte umgehend die Behörden informieren und eine Strafanzeige erstatten. Mögliche Betrüger sollte man sofort melden, damit nicht andere auf den Betruf reinfallen können.

 

Mehr zu 0900-Nummern finden Sie auch auf unserer Produktseite. Sie können auch jederzeit mit unserem Berater zu dem Thema sprechen.